Auf Kurs seit 20 Jahren

Außergewöhnlich – mit diesem Wort lässt sich das zwanzigste Geschäftsjahr der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH charakterisieren. Erstmals mehr als 20 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern, zum ersten Mal mehr als 200 Millionen Euro an Umsatzerlösen, dazu weitere Bestmarken in Absatz und bei Kundengewinnen. Kurz: ENNI ist auf dem richtigen Weg.

Und: ENNI sucht neue Wege. Beispielsweise mit dem aktuellen Geschäftsbericht, der erstmals nur in digitaler Form erscheint – und damit ganz nebenbei auch die Richtung in das erfolgreiche dritte Markenjahrzehnt weist.

„Die Marke ENNI ist eine Erfolgsgeschichte“

Stefan Krämer ist Geschäftsführer der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH und Vorstandsvorsitzender der ENNI Stadt & Service Niederrhein AöR. Im Interview blickt er auf zwei Jahrzehnte Markengeschichte und gibt einen vielversprechenden Ausblick.

Wie sehen Sie das Geschäftsjahr 2019?

Wirtschaftlich überaus erfolgreich – strategisch überragend. Insgesamt konnten wir unseren Erfolgskurs fortsetzen und passend zum zwanzigsten Unternehmensjahr erstmals ein Ergebnis über der 20-Millionen-Euro-Marke erzielen. Dabei freut uns alle besonders die Beteiligung der Gelsenwasser AG an ENNI. Durch die damit verbundene Übernahme der Gasnetze in Rheinberg und Uedem haben wir uns vom Stadtwerk zum Regionalversorger entwickelt und die Chance auf noch mehr gemeinsame Themen erhalten. Zudem gut für unsere Wachstumsstrategie: Auch im bundesweiten Energievertrieb haben wir große Sprünge gemacht und tausende neue Strom- und Gaskunden gewonnen.

ENNI ist nun 20. Was ist heute anders als vor zwei Jahrzehnten?

So ziemlich alles: Als wir die Marke ENNI im Jahr 2000 eingeführt haben, sollte uns das als rein auf den Energievertrieb und Netzbetrieb in Moers und Neukirchen-Vluyn konzentriertes Stadtwerk Wachstumsperspektiven eröffnen. Mit dem Rücken zur Wand des aufkommenden Wettbewerbs war das unsere Antwort auf den drohenden Schrumpfkurs, der Startschuss für viele Themen wie etwa den Einstieg in die Energieerzeugung. Als Stadtwerk haben wir so schon in Zeiten ohne wirtschaftliche Not Möglichkeiten sondiert und auch mit dem Einstieg in das Dienstleistungsgeschäft für die 2011 gegründete ENNI Unternehmensgruppe vieles richtig gemacht. Heute steht die Marke deswegen nicht mehr nur für das Energiegeschäft, sondern für ein breites Portfolio an Geschäftsfeldern und Dienstleistungen, mit dem wir zur Wirtschaftskraft und zur Lebensqualität einer ganzen Region beitragen.

Wettbewerb war somit die Initialzündung für die Marke ENNI?

Im Zuge der Liberalisierung war der Energiemarkt seinerzeit im Umbruch: Experten sagten ein großes Stadtwerke-Sterben voraus. Wir sahen uns auch durch sich ankündigenden demografischen Wandel und unserer Lage im Ballungsgebiet zwischen Rhein und Ruhr einem schrumpfenden Markt gegenüber. Die damalige Kommunalpolitik hatte die Idee, ihre Stadtwerke in Moers und Neukirchen-Vluyn zu verheiraten, mit mehr Größe eine bessere Marktposition und eine Wachstumsperspektive zu haben. Es war dabei ein mutiger Schritt, komplett auf die etablierte Marke „Stadtwerk“ zu verzichten.

Was waren für Sie die größten Entwicklungsschritte?

Ein Meilenstein war bereits die erfolgreiche Fusion zweier Stadtwerke. Ein Schritt, den bis heute bundesweit nur wenige Kommunen gegangen sind. Nach einer Phase der Konsolidierung legten wir dann mit unserer Wachstumsstrategie schnell die Basis für die rasante Entwicklung. Dabei entwickelten wir uns vom reinen und regional begrenzten Netz- und Vertriebsunternehmen zum bundesweit agierenden Energieanbieter und Energieproduzenten mit starkem regenerativen Fokus. Zu den größten Etappenzielen gehören dann die Gründung einer kommunalen Infrastrukturgruppe unter dem Markendach der ENNI und der Schritt zum Telekommunikationsanbieter.

So wurde der Mut zur neuen Marke belohnt?

Die Marke ENNI ist eine Erfolgsgeschichte, von deren Mehrwert alle Stakeholder etwas haben. Kunden können bis heute auf eine breite Produktpalette aus einer Hand zugreifen – und das bei unterdurchschnittlichen Preisen. Die Gesellschafter profitieren von stetig steigenden Jahresüberschüssen und einer kontinuierlichen Wertentwicklung des Unternehmens. Für die Region zahlt sich ENNI durch eine gesteigerte Kaufkraft, hohe Investitionen, Sponsoring und eine Steigerung des Freizeitwertes aus. Und für unsere Mitarbeiter sind wir ein attraktiver Arbeitgeber, der durch Aus- und Weiterbildungsangebote Perspektiven schafft.

Stichwort Energieproduzent: Verstehen Sie die ENNI als Treiber der Energiewende?

In der Region Niederrhein auf jeden Fall. Hier haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturmprojekte umgesetzt – und das über die gesamte Palette der regenerativen Stromproduktion von Solar über Wind bis hin zu Biomasse. Insgesamt ist der Einstieg in die Stromproduktion mit dem Fokus auf regenerative Projekte untrennbar mit der Erfolgsgeschichte der ENNI verbunden. Mit dem grünen Strom erzielen wir attraktive Renditen. Außerdem liegt der Marktanteil unserer regenerativen Energie bei dem in Moers und Neukirchen-Vluyn benötigten Strom bei mehr als 60 Prozent und damit weit über unserem Ursprungsziel. Auch im Geschäftsjahr 2019 konnten wir mit dem Solarpark Vinn ein weiteres Leuchtturmprojekt umsetzen, das durch die Energieagentur NRW sogar als Vorzeigeprojekt in die Referenzliste der KlimaExpo NRW aufgenommen wurde.

Wo soll ENNI in zehn Jahren stehen?

Erfolge motivieren unser gesamtes Team, die Marke weiter für eine ganze Region zu entwickeln. Klares Ziel: die Erfolgsgeschichte um möglichst viele Episoden ergänzen und Gewinne für unsere zu weiten Teilen kommunalen Gesellschafter erwirtschaften. Der Wert des Unternehmens soll weiter gestiegen sein. Dazu wollen wir mit einem breiten Energie-, Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Freizeitangebot am Niederrhein aktiv sein. Klares Ziel im dritten Markenjahrzehnt: In der derzeit entstehenden neuen Unternehmenszentrale wollen wir 2021 alle Bereiche an einem Standort zusammenziehen. Hier soll auch die Marke noch einmal ein Facelift erhalten, mit der wir uns dann als umfassende Infrastrukturgruppe möglichst mit allen unseren Angeboten am Niederrhein etablieren.

Wirtschaftlich überaus erfolgreich – strategisch überragend. Insgesamt konnten wir unseren Erfolgskurs fortsetzen und passend zum zwanzigsten Unternehmensjahr erstmals ein Ergebnis über der 20-Millionen-Euro-Marke erzielen. Dabei freut uns alle besonders die Beteiligung der Gelsenwasser AG an ENNI. Durch die damit verbundene Übernahme der Gasnetze in Rheinberg und Uedem haben wir uns vom Stadtwerk zum Regionalversorger entwickelt und die Chance auf noch mehr gemeinsame Themen erhalten. Zudem gut für unsere Wachstumsstrategie: Auch im bundesweiten Energievertrieb haben wir große Sprünge gemacht und tausende neue Strom- und Gaskunden gewonnen.

So ziemlich alles: Als wir die Marke ENNI im Jahr 2000 eingeführt haben, sollte uns das als rein auf den Energievertrieb und Netzbetrieb in Moers und Neukirchen-Vluyn konzentriertes Stadtwerk Wachstumsperspektiven eröffnen. Mit dem Rücken zur Wand des aufkommenden Wettbewerbs war das unsere Antwort auf den drohenden Schrumpfkurs, der Startschuss für viele Themen wie etwa den Einstieg in die Energieerzeugung. Als Stadtwerk haben wir so schon in Zeiten ohne wirtschaftliche Not Möglichkeiten sondiert und auch mit dem Einstieg in das Dienstleistungsgeschäft für die 2011 gegründete ENNI Unternehmensgruppe vieles richtig gemacht. Heute steht die Marke deswegen nicht mehr nur für das Energiegeschäft, sondern für ein breites Portfolio an Geschäftsfeldern und Dienstleistungen, mit dem wir zur Wirtschaftskraft und zur Lebensqualität einer ganzen Region beitragen.

Im Zuge der Liberalisierung war der Energiemarkt seinerzeit im Umbruch: Experten sagten ein großes Stadtwerke-Sterben voraus. Wir sahen uns auch durch sich ankündigenden demografischen Wandel und unserer Lage im Ballungsgebiet zwischen Rhein und Ruhr einem schrumpfenden Markt gegenüber. Die damalige Kommunalpolitik hatte die Idee, ihre Stadtwerke in Moers und Neukirchen-Vluyn zu verheiraten, mit mehr Größe eine bessere Marktposition und eine Wachstumsperspektive zu haben. Es war dabei ein mutiger Schritt, komplett auf die etablierte Marke „Stadtwerk“ zu verzichten.

Ein Meilenstein war bereits die erfolgreiche Fusion zweier Stadtwerke. Ein Schritt, den bis heute bundesweit nur wenige Kommunen gegangen sind. Nach einer Phase der Konsolidierung legten wir dann mit unserer Wachstumsstrategie schnell die Basis für die rasante Entwicklung. Dabei entwickelten wir uns vom reinen und regional begrenzten Netz- und Vertriebsunternehmen zum bundesweit agierenden Energieanbieter und Energieproduzenten mit starkem regenerativen Fokus. Zu den größten Etappenzielen gehören dann die Gründung einer kommunalen Infrastrukturgruppe unter dem Markendach der ENNI und der Schritt zum Telekommunikationsanbieter.

Die Marke ENNI ist eine Erfolgsgeschichte, von deren Mehrwert alle Stakeholder etwas haben. Kunden können bis heute auf eine breite Produktpalette aus einer Hand zugreifen – und das bei unterdurchschnittlichen Preisen. Die Gesellschafter profitieren von stetig steigenden Jahresüberschüssen und einer kontinuierlichen Wertentwicklung des Unternehmens. Für die Region zahlt sich ENNI durch eine gesteigerte Kaufkraft, hohe Investitionen, Sponsoring und eine Steigerung des Freizeitwertes aus. Und für unsere Mitarbeiter sind wir ein attraktiver Arbeitgeber, der durch Aus- und Weiterbildungsangebote Perspektiven schafft.

In der Region Niederrhein auf jeden Fall. Hier haben wir in den vergangenen Jahren zahlreiche Leuchtturmprojekte umgesetzt – und das über die gesamte Palette der regenerativen Stromproduktion von Solar über Wind bis hin zu Biomasse. Insgesamt ist der Einstieg in die Stromproduktion mit dem Fokus auf regenerative Projekte untrennbar mit der Erfolgsgeschichte der ENNI verbunden. Mit dem grünen Strom erzielen wir attraktive Renditen. Außerdem liegt der Marktanteil unserer regenerativen Energie bei dem in Moers und Neukirchen-Vluyn benötigten Strom bei mehr als 60 Prozent und damit weit über unserem Ursprungsziel. Auch im Geschäftsjahr 2019 konnten wir mit dem Solarpark Vinn ein weiteres Leuchtturmprojekt umsetzen, das durch die Energieagentur NRW sogar als Vorzeigeprojekt in die Referenzliste der KlimaExpo NRW aufgenommen wurde.

Erfolge motivieren unser gesamtes Team, die Marke weiter für eine ganze Region zu entwickeln. Klares Ziel: die Erfolgsgeschichte um möglichst viele Episoden ergänzen und Gewinne für unsere zu weiten Teilen kommunalen Gesellschafter erwirtschaften. Der Wert des Unternehmens soll weiter gestiegen sein. Dazu wollen wir mit einem breiten Energie-, Infrastruktur-, Dienstleistungs- und Freizeitangebot am Niederrhein aktiv sein. Klares Ziel im dritten Markenjahrzehnt: In der derzeit entstehenden neuen Unternehmenszentrale wollen wir 2021 alle Bereiche an einem Standort zusammenziehen. Hier soll auch die Marke noch einmal ein Facelift erhalten, mit der wir uns dann als umfassende Infrastrukturgruppe möglichst mit allen unseren Angeboten am Niederrhein etablieren.

Eine Marke mit Wachstumsdrang

ENNI – dieser Markenname steht heute für ein breit gefächertes Angebot rund um die Produktion, den Vertrieb und den Netzbetrieb in der Energieversorgung, zahlreiche Infrastrukturdienstleistungen und den Betrieb von Freizeit- und Sportstätten einer ganzen Unternehmensgruppe. Ihren Ursprung hat ENNI aber im Energiegeschäft – als gemeinsame Produktmarke der Stadtwerke Moers und Neukirchen-Vluyn. Die langjährigen Partner entdeckten vor 20 Jahren die Chancen des neuen Wettbewerbs und fusionierten wenig später zur ENergie Wasser NIederrhein GmbH – in einer Public-Private-Partnership mit den Gesellschaftern der RWE Energie AG und der rhenag Rheinische Energie AG, die in beiden Städten Energienetze betrieben.

Die Situation zur Jahrtausendwende: Die Energiemärkte sind offen, der Verbrauch geht durch einen effizienteren Energieeinsatz und die in Städten sinkenden Einwohnerzahlen zurück. Der Wettbewerb wird sichtbar – durch bunte Strommarken und neue Anbieter, die mit Dumpingpreisen in den Markt drängen. Die alte Energiewelt mit ihren monopolistischen Strukturen bröckelt zusehends, nach Meinung vieler Branchenkenner droht das große Stadtwerkesterben. Doch es gibt Chancen, die weitsichtige Kommunalpolitiker in Moers und Neukirchen-Vluyn früh erkennen und ihre eigenständigen Stadtwerke verheiraten. Grundidee des Kooperationsmodells: Gleich zu Beginn beteiligen sie mit der RWE Energie AG und der rhenag Rheinische Energie AG private Gesellschafter, die gegen Gesellschaftsanteile zwei Energienetze in Moers und Neukirchen-Vluyn einbringen. Das bringt Stärke und erhöht die Chancen, die unternehmerische Unabhängigkeit zu wahren und für Stakeholder Mehrwerte zu schaffen.

Der Erfolg gibt dem Modell recht: Die Gesellschafter können bis heute enorme Wertsteigerungen und deutlich gestiegene Ergebnisse verbuchen, die Region Niederrhein hat Wirtschaftskraft gewonnen und erhält attraktive Arbeitsplätze. Kunden bringt die Marke ENNI weiter unterdurchschnittliche Energiepreise und ein Plus an Lebensqualität durch attraktive Freizeitangebote.

Ein Markt im Wandel verlangt Veränderung: Durch die Netzübernahmen und die Kooperation mit RWE und Rhenag ist eines der Ziele bereits bei Gründung erreicht: die Rundumversorgung mit Energie und Wasser aus einer Hand im Stammgebiet von Moers und Neukirchen-Vluyn. Dies ist eine gute Basis für den Wachstumskurs der kommenden Jahre. Auf dem wird das Unternehmen das Geschäft im bisherigen Heimatmarkt sichern und mit neuen Produkten ausbauen. Gepaart mit einer nach der Unternehmensgründung und den Netzübernahmen eingeleiteten dauerhaften Konsolidierung der Strukturen und Prozesse ist dies das Gegenmittel gegen das schrumpfende Geschäft des ehemaligen Monopolisten.

Die Lieferung von Strom, Gas, Wasser und Wärme ist als Kerngeschäft bis heute eine tragende Säule. Im alten Stammgebiet gelang es in den Jahrzehnten, einen überdurchschnittlichen Marktanteil zu halten. Früh verzeichnete ENNI auch außerhalb Vertriebserfolge, nachdem das Unternehmen 2005 erst mit Strom- und 2008 auch mit Gasangeboten bundesweit agierte. Heute zählt ENNI so zwischen Flensburg und München zehntausende Privat- und auch Geschäftskunden. Bei Kunden ist das Unternehmen mittlerweile in jedem Bundesland vertreten.

Kundenbestand Gas

2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020

Moers/Neukirchen-Vluyn

Bundesweit

Kundenbestand Strom

2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020

Moers/Neukirchen-Vluyn

Bundesweit

Traditionell ist ENNI auch Netzbetreiber. Auch hier konnte das Unternehmen die Stellung mittlerweile ausbauen: Was schon im Gründungsjahr mit der Übernahme des Gasnetzes in Neukirchen-Vluyn und wenig später des Stromnetzes im Moerser Norden gelang, setzte sich vielfach fort, etwa bei der Übernahme des Wärmenetzes in Neukirchen-Vluyn. Der ganz große Sprung gelang mit dem Gewinn der Konzessionen für die Gasnetze in Rheinberg und Uedem. Das öffnete ENNI das Tor in den Niederrhein und ebnete den Weg zum Regionalversorger. Der Schritt in den Niederrhein gelang zudem auch beim Wasser. Seit 2011 beliefert ENNI durch den Abschluss eines Wasserlieferungsvertrages für Rheinberg mit dem Kreiswasserwerk KWW hier erste Kunden außerhalb des Stammgebiets. Seit 2019 betreibt ENNI für den Getränkeproduzenten Niederrhein-Gold Tersteegen das Wasserwerk im Duisburger Stadtteil Rumeln. Nicht zuletzt betreibt ENNI heute ein Telekommunikationsnetz. Hier vermietete das Unternehmen ab 2006 das eigene Glasfasernetz als Dark-Fibre-Geschäft an Kunden zur Vernetzung von Standorten. Heute ermöglicht ENNI hierüber zudem Großkunden mit hohen Übertragungsraten in Gewerbegebieten schnelle Internetverbindungen und Telefonie.

Ein großer Entwicklungsschritt war für ENNI 2005 der Einstieg in die Stromproduktion. Nach fossilen Beteiligungen bekam die Erzeugungsstrategie noch vor dem politisch beschlossenen Atomausstieg einen regenerativen Fokus – mit einem Frischholz-Heizkraftwerk, dutzenden Photovoltaik-Anlagen auf Dächern privater Unternehmen und öffentlicher Gebäude und bis heute zwei Solarparks. Diese und zwei Windparks im Moerser Norden machen ENNI zu einem Treiber der Energiewende am Niederrhein und besitzen überregionale Strahlkraft.

Dort wo sinnvoll und die Unternehmensgröße für Großprojekte nicht reicht, hat ENNI auch in der Energieproduktion stets auf Partnerschaften wie den Stadtwerkeverbund Trianel gesetzt. Über den ist ENNI aktuell am Bau des Off-shore-Windparks vor Borkum als einem der derzeit größten bundesweiten Erzeugungsprojekte beteiligt.

War das Geschäft mit Energie und Wasser in Gründerzeiten dominierend, ist ENNI mit Beteiligungen und Dienstleistungen heute ein weiteres Standbein gewachsen. Vielfach konnte das Unternehmen hierdurch an Themen, wie etwa überregionalen Erzeugungsprojekten im Stadtwerkeverbund Trianel, teilhaben. 2007 erschloss sich ENNI das Wachstumsfeld Dienstleistung und erbringt seither für die durch die Stadt ausgegliederten Städtischen Betriebe Moers und Sport- und Bäderbetriebe Moers, die zwei der seit 2011 gemeinsam unter dem Markendach der ENNI firmierenden Unternehmen, in zahlreichen kommunalen Bereichen kaufmännische und technische Dienstleistungen. Eng arbeitet ENNI seit 2009 auch mit den Stadtwerken Dinslaken zusammen, für die sie unter anderem Netzdienstleistungen erbringt und gemeinsame regenerative Projekte umsetzt. Für die Telekom und für die heutige Vodafone ist ENNI bei Hausanschlüssen technischer Dienstleister. Nicht zuletzt ist es die Beteiligung der Gelsenwasser AG am Unternehmen, die zum größten Wachstumsschritt seit Gründung verhalf und ENNI zum Regionalversorger machte.

Auch als nun Erwachsene will ENNI sich weiter mit vielen Projekten und bundesweiten Vertriebsaktivitäten auch mit Partnern wie Gelsenwasser weiter gut entwickeln. Dabei setzt das Unternehmen im dritten Markenjahrzehnt auch auf die Stärke der ENNI-Gruppe. Ausgangspunkt wird dabei die neue Firmenzentrale der drei ENNI-Unternehmen sein, von der aus sie mit gemeinsamer Strategie als eine ENNI für zahlreiche Energie- und Infrastrukturdienstleistungen aus einer Hand in die Region wachsen wollen. Das soll wie in den letzten Jahrzehnten den Gesellschaftern und den Bürgern zugutekommen. Für die Kunden wird es nur noch eine ENNI geben, die sich für die Lebensqualität am Niederrhein einsetzt – für eine starke und lebendige Region.

Wachstum ist für Mitarbeiter attraktiv

Die Erfolgsgeschichte ist für ENNI eng mit den Mitarbeitern verknüpft. Ohne die motivierte und teamorientierte Belegschaft hätte das Unternehmen die hoch gesteckten Ziele der letzten Jahrzehnte nicht erreichen können. Dabei hat sich das Arbeitsumfeld seit der Jahrtausendwende verändert. Neue Aufgaben und Arbeitsweisen haben sich entwickelt, der fortwährende Konsolidierungs- und Wachstumsprozess der ENNI hat Mitarbeiter gefordert – jedem einzelnen aber gute Entwicklungschancen geboten. Und die hat das Team genutzt – als starke Basis des unternehmerischen Erfolgs.

Arbeitnehmer wollen in erfolgreichen Unternehmen arbeiten – Unternehmen werden erst durch engagierte Mitarbeiter erfolgreich. Ein Wechselspiel, das heute wie vor 20 Jahren gilt. Dabei stehen beide Seiten vor Herausforderungen. Der demografische Wandel verschärft den Wettbewerb um gut ausgebildete Fach- und engagierte Nachwuchskräfte. Zudem müssen Unternehmen wie ENNI auf die gesellschaftlichen Veränderungen einer fortschreitenden Digitalisierung, eines wachsenden Klimabewusstseins und ändernder Wertevorstellungen jüngerer Generationen reagieren. ENNI hat es über die Jahre geschafft, hierzu ein Team zu formen, in dem sich Mitarbeiter jeden Alters mit ihrer Erfahrung, ihren Ideen und dem Willen zur Veränderung einbringen. Diesen Geist lebendig zu halten, bleibt die Herausforderung der Zukunft.

Mit Gründung der ENNI haben die Gesellschafter 2000 die Basis für die gute und seinerzeit bei Stadtwerken durchaus anders prognostizierte Entwicklung gelegt. In dieser Gewissheit haben Mitarbeiter den Fusionsprozess und die damit verbundene Konsolidierung stets unterstützt. Die Wachstumsstrategie öffnete schnell Aussichten auf ein erfolgreiches und expandierendes Unternehmen – mit neuen Arbeitsfeldern und auch zunehmend neuen Aufgaben. Im Umfeld eines gestärkten Kerngeschäfts und zahlreicher neuer Zukunftsfelder konnten sich Mitarbeiter dabei entwickeln. Gemeinsam mit der laufenden Optimierung der Prozesse und einer fortschreitenden Technisierung und Digitalisierung drückte sich die Bereitschaft hierzu in einer deutlich gestiegenen Produktivität aus. Die erhöhte sich pro Mitarbeiter von 48.300,33 Euro im Jahr 2000 auf 94.800 Euro im Jahr 2019.

Entwicklung der Mitarbeiterproduktivität
in Teuro

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Mitarbeiterentwicklung mit Teilzeiteffekt
(inkl. Geschäftsführung, Auszubildende und geringfügig Beschäftigte zum 31.12.2019)

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Neben den neuen Aufgaben, etwa in der Rolle des Dienstleisters und in spannenden Zukunftsprojekten wie der regenerativen Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Biomasse, brachte auch ein Zielsystem einen Motivationsschub. Hier können Mitarbeiter heute auch über individuelle Zielevereinbarungen monetär am Erfolg des Unternehmens teilhaben. Für neue Anforderungen setzt ENNI auf gezielte Weiterbildung. Bei der Besetzung von Stellen vertraut ENNI verstärkt auf den Nachwuchs aus den eigenen Reihen, in dem sie selbst Industriekaufleute und Kaufleute für Bürokommunikation ausbildet und Trainees interessante Projekte überträgt. Auch bei Führungsaufgaben setzt das Unternehmen mittlerweile verstärkt auf das eigene Team. Hier bereitet sie Nachwuchskräfte über den sogenannten Potentialkreis mehrjährig auf neue Aufgaben vor und bietet den Teilnehmern so Perspektiven für die berufliche Weiterentwicklung. Im Zuge des neuen Gruppengedankens nehmen an diesem Programm mittlerweile Potentialträger aus allen Unternehmen der ENNI-Gruppe teil. Im Jahr 2019 konnte ENNI durch all diese Maßnahmen die eigene Attraktivität als Arbeitgeber weiter steigern und trotz Fachkräftemangel 25 Stellen neu besetzten.

In Summe haben die Entwicklungen der letzten Jahre auf die Zufriedenheit des Teams mit ENNI als Arbeitsgeber eingezahlt. Der langjährig und zuletzt mit dem Institut Great Place to work ermittelte sogenannte Unternehmensklimaindex ergab gute Werte, zeigte aber auch Stellschrauben. Dabei liegt die Betriebszugehörigkeit des im Schnitt 45 Jahre alten Teams bei durchschnittlich 16 Jahren.

Um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhalten, hat ENNI mit dem Projekt ENNI Kultur 22 mittlerweile einen kulturellen Wandel angestoßen, bei dem Führungskräften eine besondere Rolle zukommt. Die haben dabei zunächst Führungsleitlinien aufgestellt und diese mit konkreten Maßnahmen verknüpft. Die zielen beispielsweise auf eine größere Wertschätzung von Erfolgen und auch ein verstärktes unternehmerisches Denken bei allen Mitarbeitern. Zu ENNI Kultur 22 gehört dabei auch die ENNIgenial genannte Plattform, in der das Unternehmen das Ideenmanagement fördert.

Auch das dritte Markenjahrzehnt wird für Mitarbeiter der ENNI spannend und Veränderungen bringen. Schon 2021 sollen dabei die meisten Mitarbeiter der gesamten ENNI-Gruppe in die neue Heimat am Jostenhof in Moers einziehen, wo aktuell ein neues Betriebs- und Verwaltungsgebäude entsteht. Zielsetzung für die Zukunft: In der Unternehmensgruppe sollen verschiedene Stellen nicht an gleichen Aufgaben arbeiten. Um Synergien zu heben, haben die drei ENNI-Gesellschaften im Projekt „Horizont 24“ bereits Möglichkeiten für eine effizientere Zusammenarbeit aufgezeigt, Prozesse in den kaufmännischen und technischen Bereichen der einzelnen Gesellschaften zu harmonisieren. So gestärkt sollen die drei Unternehmen mit gemeinsamer Strategie mit allen Angeboten in die Region wachsen – als eine ENNI für zahlreiche Energie- und Infrastrukturdienstleistungen aus einer Hand.

Neu im Team 2019

Reizvolle Aufgaben sind am Arbeitsmarkt begehrt

Neu im Team 2019

Reizvolle Aufgaben sind am Arbeitsmarkt begehrt

„Nicht nur Strategien und Konzepte erstellen, sondern deren Umsetzung aktiv mitgestalten – diese Aussicht war nach meiner Zeit in einer Unternehmensberatung besonders verlockend. Mein Fokus erstreckt sich heute in der Unternehmensentwicklung der ENNI über alle Geschäftsfelder, das Produktportfolio und die internen Abläufe. Abwechslung ist da garantiert.“

Christof Schidlovski, 33 Jahre
Leiter Unternehmensentwicklung
Master of Arts, General Management

„Als Teil der ENNI Unternehmensgruppe kann ich die Zukunft der Region aktiv mitgestalten. Ich bin acht Jahre in Moers zur Schule gegangen und arbeite seit sieben Jahren in der kommunalen Energieversorgung. Sowohl Moers als auch die Energiebranche sind mein Zuhause. Für mich gibt es nichts Schöneres, als beides zu verbinden.“

Corinna Deppermann, 30 Jahre
Energiewirtschaftscontrolling
Bachelor of Arts, Wirtschaft und Management

„Regional verwurzelt, aber bundesweit aktiv – das ist das spannende an der ENNI. Mich hat es gereizt, an dem bundesweit ausgerichteten Vertriebserfolg mitzuwirken. Als echter und heimatverbundener Niederrheiner fühle ich mich hier genau am richtigen Platz.“

Robert Burkhardt, 36 Jahre
Leiter Vertriebssteuerung
Diplom-Kaufmann und Energiewirtschaftsmanager (conenergy)

„Durch das abwechslungsreiche und spannende Traineeprogramm bei der ENNI konnte ich meine praktischen Kenntnisse erweitern und das Unternehmen bei der regionalen Energiewende erfolgreich unterstützen. Dabei wurde mir ein hohes Maß an Wertschätzung und Verantwortung entgegengebracht, weshalb ich mit großer Freude vielseitige Projekte realisieren konnte. Nun freue ich mich auf weitere Herausforderungen, um sowohl das Unternehmen als auch die Menschen in der Region voranzubringen!“

Stephan Scholz, 27 Jahre
Vertriebs- und Projektingenieur
Master of Science, Wirtschaftsingenieurwesen für Energiesysteme

„Es motiviert mich unglaublich, in einem Unternehmen mitzuarbeiten, das kontinuierlich wächst. Hier kann ich noch viel lernen und mich weiterentwickeln. Zum Beispiel starte ich schon bald meine Weiterbildung zum Kombimonteur, sodass ich dann als Verteilnetztechniker in allen Netzbereichen tätig sein kann.“

Zana Terkin, 24 Jahre
Anlagenmechaniker

20 Jahre im Überblick