ENNI setzt im Jubiläumsjahr neue Maßstäbe

Rekorde, Rekorde, Rekorde. Ob bei den Umsatzerlösen, den Kundenzahlen oder dem Energie- und Wasserabsatz – das Geschäftsjahr 2019 war für ENNI in jeder Hinsicht außergewöhnlich positiv. Dabei konnte das Unternehmen im 20. Geschäftsjahr gleich mehrere Schallmauern durchbrechen. Mit dem achten Rekordergebnis in Folge übersprang ENNI mit 20,1 Millionen Euro vor Steuern erstmals die 20-Millionen-Euro-Hürde. Auf Basis eines Ergebnisabführungsvertrages im steuerlichen Querverbund fließt diese Summe über die ENNI Stadt & Service Niederrhein zu einem großen Teil an die kommunalen Gesellschafter. Die Umsatzerlöse lagen mit 214,2 Millionen Euro erstmals und direkt deutlich der 200 Millionen-Euro-Marke.

Entwicklung der Umsatzerlöse
in Mio. €

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Entwicklung Ergebnis vor Steuern (EBT)
in Mio. €

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Insgesamt hat sich ENNI damit eindrucksvoll entgegen dem allgemein schrumpfenden Markttrend weiterhin positiv entwickelt. Dem Unternehmen gelang erneut der Spagat zwischen einer sicheren und bezahlbaren Energie für die Kunden, einer attraktiven Rendite für die Gesellschafter und der Rolle als Wirtschaftsmotor einer ganzen Region mit attraktiven Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 2019 beim Bruttoinlandsprodukt hingegen lediglich ein Plus von 0,5 Prozent. Auch die Energiebranche geriet im Zuge wachsenden Wettbewerbs, gesetzlicher Eingriffe im Netzbereich und einer fortschreitenden Energiewende mit einem politisch verabschiedeten Klimapaket und dem darin enthaltenen Kohle-Ausstiegspfad zunehmend unter Druck.

Bei aller Freude über die aktuelle Momentaufnahme wird aber auch für ENNI der Wettbewerbsdruck spürbar. Allein das ehemalige Kerngeschäft als Energiehändler in einem umgrenzten Stammgebiet hätte dem Unternehmen hier längst Grenzen aufgezeigt. Es zahlt sich aus, in Zeiten ohne Druck auf zahlreiche neue Geschäftsfelder und Geschäftsaktivitäten gesetzt zu haben – in der Energieproduktion, dem Netzbetrieb, dem bundesweiten Energievertrieb, über lukrative Kooperationen und Beteiligungen sowie als Dienstleister für viele Unternehmen am Niederrhein. So gibt es auch im Geschäftsjahr 2019 nicht nur einen großen Ergebnistreiber.

Dennoch gab es besondere Highlights, wie die bundesweit rund 15.000 neuen Energiekunden, die Umsetzung weiterer regenerativer Erzeugungsprojekte und vor allem die Beteiligung der Gelsenwasser AG am Unternehmen. Die damit verbundene Übernahme der Gasnetze in Rheinberg und Uedem machte ENNI zum Regionalversorger. Dies ist der bislang größte Wachstumsschritt der Unternehmensgeschichte. Und die will das Unternehmen möglichst schnell um weitere Episoden ergänzen, möglichst im Verbund mit den Unternehmen der ENNI-Gruppe. Hierfür erreichte das Unternehmen mit dem Beschluss zum Bau einer gemeinsamen Verwaltung im Geschäftsjahr 2019 einen gemeinsamen Meilenstein. Von dort aus sollen die Partner mit gemeinsamer Strategie und dem gesamten Produktbündel aus Energie- und Infrastrukturdienstleistungen schon bald in den Niederrhein wachsen. Mit dem ist die ENNI Energie & Umwelt schon heute über ihre Netze untrennbar verbunden. Insgesamt investierte die ENNI im Berichtszeitraum rund 18,5 Millionen Euro, den Großteil davon in eine moderne Versorgungsinfrastruktur. Neben der sicheren Versorgung der Bürger will das Unternehmen der Region zudem als starker Wirtschaftsmotor erhalten bleiben, der über Einkäufe von Waren und Dienstleistungen 2019 wieder mehr als 15 Millionen Euro zuflossen. ENNI sicherte damit über hunderte Arbeitsplätze im Unternehmen und bei vielen Partnern am Niederrhein.

SPARTENBETRACHUNG STROM

Bundesweite Vertriebserfolge

Nach einer leichten Stagnation im Vorjahr hat ENNI den Stromabsatz im Geschäftsjahr 2019 wieder deutlich steigern können und mit nun 545 GWh den höchsten Absatz der Unternehmensgeschichte erreicht. In dem hart umkämpften Strommarkt konnte ENNI damit rund drei Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Das wirkte auch auf die Umsatzerlöse, die um mehr als vier Prozent auf 124,4 Millionen Euro stiegen. So konnte ENNI im Stromvertrieb sowie dem Netz- und Messestellenbetrieb einen historischen Höchstwert erzielen, ohne dabei an der Preisschraube zu drehen. Mit einem Anteil von knapp 60 Prozent an den Umsatzerlösen blieb die Stromsparte damit weiter unangefochten die stärkste Säule des Unternehmens.

Stromabsatz

545.000 MWh

+3,01 %

Stromvertrieb ohne Eigenverbrauch
in GWh

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Grafik beinhaltet Rundungsdifferenzen

Absatz ENNI-Netzgebiet

Absatz andere Netze

Umsatzerlöse

124,4 Mio. €

+4,41 %

Motor des Absatzwachstums waren erneut die deutlichen Kundenzugewinne. Hier forcierte ENNI ihre bundesweite Multi-Channel-Vertriebsstrategie und gewann damit zwischen Flensburg und München tausende Privat-, Geschäfts- und Individualkunden – so viele, wie nie zuvor. Das Ziel wurde erreicht: Auch 2019 konnte ENNI die im Wettbewerb in ihren Netzgebieten normalen Verluste mehr als überkompensieren. Neben dem Geschäft mit Tarifkunden blieb ENNI auch im Individualkundensegment bundesweit in der Erfolgsspur. So konnte das Unternehmen den Absatz mit 175 GWh nahezu auf dem hohen Vorjahresniveau halten und profitierte dabei zudem von einem wachsenden Interesse an Zusatzprodukten – etwa in der E-Mobilität oder beim Bau oder Contracting von Photovoltaikanlagen. Dieses Cross-Selling half auch bei der Re-Akquisition ehemals im Stammgebiet verlorener Großkunden, wo ENNI ein Absatzplus von 15 GWh verzeichnete.

Marktanteile Strom - Haushaltskunden

Quelle: ENNI

Quelle: prolytics Marktforschung

Wechselquote

Quelle: ENNI

Wechselquote

Quelle: prolytics Marktforschung

Im Netzgeschäft setze das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2019 auf eines der obersten Ziele – die sichere Versorgung der Kunden in den Konzessionsgebieten. Im Rahmen der Erneuerungsstrategie investierte ENNI dabei erneut rund 4,7 Millionen Euro in den Erhalt und Ausbau der Netzinfrastruktur. Teil der Strategie: In den stark ländlich geprägten Bereichen der Städte Moers und Neukirchen-Vluyn baute ENNI die störungsanfälligen Freileitungen weiter zurück. Im Mittelspannungsnetz ersetzte das Unternehmen dabei acht und im Niederspannungsnetz neun Kilometer Freileitungen durch Erdkabel. Im gesamten Niederspannungsnetz sanierte das Unternehmen 2019 zwölf Kilometer des Leitungsnetzes, im Mittelspannungsnetz 10,3 Kilometer. Zudem konnte das Unternehmen 24 Trafostationen erneuern.

Im Bereich des Messstellenbetriebs arbeitete ENNI ebenfalls weiter an Zukunftsthemen. Hier tauschte sie turnusgemäß weitere 4.700 alte Stromzähler gegen moderne Messeinrichtungen aus und baute diese neue Zählergeneration parallel in Neubauten ein. So kam das Unternehmen erneut einen Schritt in dem gesetzlich geforderten Ausbauplan nach vorne, nach dem bis 2032 alle 80.000 Messeinrichtungen umgerüstet sein müssen.

INVESTITIONEN

0

Trafostationen erneuert

0

Stromnetz erneuert

0

investierte ENNI in die Stromsparte

0

Stromzähler ausgetauscht

In der Stromproduktion konnte ENNI mit regionalen Projekten und bundesweiten Beteiligungen weiter wachsen. Hier baute das Unternehmen vor allem die regenerative Stromerzeugung weiter auf jetzt 73 GWh aus, die mittlerweile einen Anteil von rund 40 Prozent der selbst erzeugten Strommenge ausmacht. Als ein Treiber der Energiewende am Niederrhein gelang dabei mit der Inbetriebnahme des Solarparks Moers-Vinn zum Ende des Geschäftsjahres 2019 ein weiteres regeneratives Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft. Da Menschen die Energiewende wegen der zentralen Lage inmitten der Stadt hautnah spüren, nahm die Energieagentur NRW das Projekt in die Referenzliste KlimaExpo.NRW als eines der landesweiten Vorzeigeprojekte der ökologischen Stromproduktion auf. Auch bundesweit gelang ein Wachstumsschritt: Der Offshore-Windpark Trianel Borkum II feierte 2019 Baubeginn. Hier ist ENNI mit einem Prozent an einem der derzeit größten regenerativen Erzeugungsprojekte in Deutschland beteiligt.

Neben der Stromsparte entwickelte sich auch das noch junge Geschäftsfeld Telekommunikation im Geschäftsjahr 2019 weiter positiv. Hier konzentriert sich ENNI weiter auf datenintensive Großkunden und baute hierzu auch in Gewerbegebieten das Lichtwellenleiter-Netz (LWL-Netz) um neun Kilometer auf insgesamt 98 Kilometer weiter aus. Auch hier gelang dabei 2019 ein richtungsweisendes Projekt. In einem umgrenzten Neubaugebiet baute ENNI für einen großen Bauträger das kundeneigene LWL-Netz mit einer Länge von 4,2 Kilometern aus, an dem zukünftig 55 Objekte angeschlossen werden.

SPARTENBETRACHTUNG GAS

Neue Gasnetze machen ENNI zum Regionalversorger

Vom Stadtwerk zum Regionalversorger – bei allen Erfolgsmeldungen ist dies die Top-Schlagzeile des Geschäftsjahres 2019. Über eine Beteiligung des ehemaligen Netzeigentümers Gelsenwasser an ENNI gelang Historisches: ENNI konnte die beiden Gasnetze in Rheinberg und Uedem übernehmen und so den bislang größten Wachstumsschritt der Unternehmensgeschichte verzeichnen. Wenn auch noch gering, so wirkte auch das neben den bundesweiten Vertriebserfolgen auf die Absatzzahlen. Die konnte ENNI nach dem im Vorjahr erstmals gelungenen Sprung über die Terrawattstunden-Absatzmarke nochmals toppen. Dabei legte ENNI um rund 33 Prozent auf 1.358 GWh zu – im Vergleich zu 2017 ist der Absatzsprung mit einem Plus von deutlich über 60 Prozent gewaltig. Das wirkte auf die Umsatzerlöse, die mit 49,3 Millionen Euro 2019 einen neuen Rekordwert erreichten und das Gasgeschäft mit einem Anteil von rund 23 Prozent als zweitstärkste Unternehmenssparte festigte.

Gasabsatz

1.358.200 MWh

+33,55 %

Gasvertrieb inkl. Eigenverbrauch
in GWh

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Grafik beinhaltet Rundungsdifferenzen

Absatz ENNI-Netzgebiet

Absatz andere Netze

Umsatzerlöse

49,3 Mio. €

+33,29 %

Nicht nur im Netz, auch im Gasvertrieb konnte ENNI 2019 weiter zulegen. Wie beim Strom gelang es dem Unternehmen auch hier, Tausende neue Privat- und Gewerbekunden bundesweit zu gewinnen. In diesem Segment konnte ENNI den Gasabsatz um 100 GWh steigern und so binnen eines Jahres verdoppeln. Daneben blieb der Sonderkundenvertrieb höchst erfolgreich und legte beim Absatz in anderen Netzen auch durch den Gewinn eines der größten deutschen Wohnungsbauunternehmen um mehr als 230 GWh zu. Im Heimatmarkt verfügt ENNI bei den Privat- und Gewerbekunden nach wie vor über einen überdurchschnittlich hohen Marktanteil. Wie beim Strom konnte ENNI dabei die wenigen Verluste in eigenen Netzgebieten durch die Erfolge im bundesweiten Vertrieb deutlich überkompensieren.

Durch die Übernahme der Gasnetze in Rheinberg und Uedem hat ENNI das Netzgebiet in 2019 in der Fläche verdoppelt. Mit der Gemeinde Uedem wuchs das Unternehmen dabei erstmals auch in den Kreis Kleve hinein. Für die Zukunft des Unternehmens gab es im Netzbereich auch im Heimatmarkt eine Erfolgsmeldung: Hier konnte sich ENNI in der Ausschreibung um die Konzession zum Betrieb des Gasnetzes in Neukirchen-Vluyn durchsetzen und wird dies auch in den kommenden 20 Jahren betreiben. Nach der Konzessionsverlängerung in Moers ein Jahr zuvor bedeutet das für ENNI langfristige Gestaltungssicherheit beim Netzbetrieb am Niederrhein.

So bleibt ENNI über ihre Gasnetze mit den Menschen am Niederrhein auch in den kommenden Jahrzehnten untrennbar verbunden. Um die Netzinfrastruktur dabei sicher und zukunftsfähig zu gestalten, investierte das Unternehmen auch 2019 weiter in die Erneuerung. In Moers und Neukirchen-Vluyn flossen dabei 2,1 Millionen Euro in die Modernisierung des Gasnetzes. Zudem investierte ENNI im Rahmen der auch dort aufgestellten Erneuerungsstrategie in den neuen Netzgebieten von Rheinberg und Uedem erstmals 500.000 Euro in die Zukunftsfähigkeit des Gasnetzes. Insgesamt erneuerte das Unternehmen so 4,5 Kilometer des 827 Kilometer langen Leitungsnetzes.

INVESTITIONEN

0

investierte ENNI in die Gassparte

0

Gasleitungen erneuert

0

Gaszähler ausgewechselt

In der Wärmeversorgung sieht ENNI ebenfalls ein Zukunftsfeld mit Wachstumspotential, obwohl sie mit einem Plus von elf Prozent auf 5,2 Millionen Euro auch 2019 die kleinste Sparte des Unternehmens blieb. Immerhin gab es auch hier ein erfreuliches Absatzplus um 4,9 Prozent auf 56,47 GWh. Dabei gelang ein besonderes Contracting-Projekt: Das Neubaugebiet Teutonenstraße in Moers, das 52 Einfamilienhäusern, zwei Mehrfamilienhäusern und eine Kindertagesstätte umfasst. In den Erhalt der Moerser und Neukirchen-Vluyner Wärmenetzgebiete investierte ENNI im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen der Erneuerungsstrategie 1,6 Millionen Euro.

Wärmeabsatz

56.500 MWh

+4,88 %

Wärmevertrieb
in GWh

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Umsatzerlöse

5,2 Mio. €

+ 10,95 %

INVESTITIONEN

0

investierte ENNI in die Wärmesparte

0

Leitungen erneuert

0

Wärmezähler ausgewechselt

SPARTENBETRACHTUNG WASSER

Absatzplus durch Individualkunden

Auch im Geschäftsjahr 2019 bezogen mehr als 140.000 Niederrheiner in Moers, Neukirchen-Vluyn und Rheinberg Trinkwasser aus den Wasserwerken der ENNI. Dabei verzeichnete das Unternehmen nach vielen Jahren stagnierender Wasserverbräuche einen Absatzsprung um 600.000 Kubikmeter oder 8,2 Prozent auf rund 7,7 Millionen Kubikmeter – auch hier der höchste Wert der Unternehmensgeschichte. Das wirkte auf die Umsatzerlöse der Sparte, die ebenfalls um knapp fünf Prozent deutlich auf rund 16,1 Millionen Euro kletterten.

Wasserabsatz

7.704.000 m³

+8,16 %

Wasservertrieb ohne Eigenverbrauch
in Tsd. m³

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Grafik beinhaltet Rundungsdifferenzen

Absatz ENNI-Netzgebiet

Absatz andere Netze

Umsatzerlöse

16,08 Mio. €

+4,31 %

Während der Verbrauch privater Abnehmer durch eine bewusste Wassernutzung und den Einsatz wassersparender Geräte weiter stagniert, stammt der Zuwachs in der Wassersparte in erster Linie aus zwei Entwicklungen: So übernahm ENNI im Frühjahr die Betriebsführung für das sogenannte Wasserwerk Rumeln des Unternehmens Niederrhein Gold Tersteegen und beliefert den Getränkeproduzenten seither mit reinstem Trinkwasser für die Fruchtsaftherstellung. Zudem stillt ENNI seit 2019 für eine neue Produktionslinie den erhöhten Wasserdurst des Unternehmens Moers Frischeprodukte, einem Joint Venture des Nahrungsmittelkonzerns Dr. Oetker und der Molkerei Gropper. Auch diesen Großkunden beliefert ENNI mit Trinkwasser in bester Qualität zur Herstellung hochwertiger Lebensmittel.

Apropos Qualität: Um diese für ihre Kunden dauerhaft zu garantieren, betreibt ENNI einen großen Aufwand. Das Wasser stammt aus den ergiebigen Grundwasserreservoirs der Wassergewinnungsanlagen in Moers-Vinn, Niep-Süsselheide und seit 2019 auch Duisburg-Rumeln, wo die Bezirksregierung dem Unternehmen ein Wasserrecht von bis zu elf Millionen Kubikmeter zugesteht. In Spitzenzeiten kann ENNI hierüber bis zu 30.000 Kubikmeter Wasser pro Tag bereitstellen – immer unter strengster Kontrolle von Gesundheitsämtern und unabhängigen Instituten wie dem IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH Mülheim. So stehen die geförderten Rohwässer und das Reinwasser, das die Wasserwerke verlässt, immer unter strenger Aufsicht. Sie werden täglich bakteriologisch und in klar definierten Abständen chemisch-physikalisch untersucht. Erst danach gelangt das Trinkwasser über das mehr als 660 Kilometer lange Versorgungsnetz an Moerser und Neukirchen-Vluyner Haushalte und Gewerbebetriebe. Und in dessen Erhaltung und Erneuerung investiert ENNI kontinuierlich, allein 2019 einen Betrag von 4,3 Millionen Euro. Dabei hat das Unternehmen 2019 insgesamt 5,3 Kilometer Rohrleitungen erneuert.

INVESTITIONEN

0

investierte ENNI in Netz und Anlagen

0

Leitungen erneuert

0

Wasserzähler ausgewechselt

Auf die langjährige Erfahrung der ENNI im Betrieb von Wasserwerken und Wassernetzen setzt seit 2019 auch der Getränkeproduzent Niederrhein-Gold Tersteegen, der sein 2011 von den Stadtwerken Duisburg übernommenes Wasserwerk im Wasserschutzgebiet Duisburg-Rumeln mittlerweile an ENNI verpachtet hat. Wie in allen ihren Wasserwerken setzt ENNI auch hier im Rahmen der Betriebsführung in Duisburg-Rumeln auf das Prinzip des vorbeugenden Gewässerschutzes. Schon im dritten Jahrzehnt kooperiert ENNI dabei in ihren Wasserschutzgebieten mit dort wirtschaftenden Landwirten. Dieses Bündnis ist das Erfolgsgeheimnis, durch das landesweit vielfach diskutierte Inhaltsstoffe wie das Pflanzenschutzmittel Glyphosat oder durch eine Überdüngung eingetragene Nitrate im ENNI-Wasser keine Themen sind. Ein lohnender Schritt, von dem heute alle ENNI-Kunden etwas haben: exzellentes Trinkwasser.

Entwicklung der Nitrat-Konzentration im enni-wassereinzugsgebiet vinn
in mg/l

SPARTENBETRACHTUNG HANDEL, BETEILIGUNGEN UND DIENSTLEISTUNGEN

Für weiteres Wachstum aufgestellt

Die Sparte Handel, Beteiligungen und Dienstleistungen blieb für ENNI im Geschäftsjahr 2019 ein wichtiges Standbein zum Kerngeschäft im Energie- und Wasservertrieb sowie im Netzbetrieb und der Energieerzeugung. Insbesondere hier erntet das Unternehmen mittlerweile die Früchte ihrer vor Jahren gesäten Wachstumsthemen und konnte mit 20,7 Millionen Euro erneut beachtliche Umsatzerlöse erwirtschaften. Trotz eines Sondereffektes aus der Abschreibung an einer Finanzanlage trug die Sparte wesentlich zum neuen Rekordergebnis des Unternehmens bei und legte mit neuen Themen den Grundstein für die erfolgreiche Entwicklung der ENNI in den kommenden Jahren.

Gesamterlöse der Sparte Handel, Beteiligungen, Dienstleistungen

20,7 Mio. €

+0,01 %

Dienstleistungserträge

4.900 TEuro

-2,07 %

Dienstleistungserträge
in Teuro

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

So zahlen Unternehmensbeteiligungen weiter kräftig auf das Ergebnis der ENNI ein. Ökologisch und ökonomisch wertvoll sind dabei vor allem die Beteiligungen im regenerativen Bereich, etwa an der hundertprozentigen Tochtergesellschaft ENNI Solar, der Fernwärmeversorgung Niederrhein und der Biokraftgesellschaft Moers/Dinslaken. Die erwirtschaftete 2019 im Zuge der turnusmäßigen Revision ihres Frischholzheizkraftwerkes im Moerser Technologiepark Eurotec zwar wie geplant weniger als im Vorjahr, bleibt aber für die Zukunft ein Erfolgsgarant. Auch die Beteiligung an der Fernwärmeversorgung Niederrhein bietet ENNI beste Aussichten. An dem Unternehmen, das Betreiber eines der größten bundesdeutschen Fernwärmenetze ist, konnte ENNI nach einer Aufstockung auf zehn Prozent in 2018 ihren Anteil nochmals ausbauen. ENNI zog hierzu bereits im Berichtsjahr eine eigentlich erst für 2023 angestrebte Kaufoption auf weitere fünf Prozent der Gesellschaftsanteile.

Beteilgungserträge

1.416 TEuro

-22,45 %

Beteilgungserträge
in Teuro

2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019

Die eigenen knapp 30 Solarprojekte hat ENNI weiter in der 100-prozentigen Tochtergesellschaft ENNI Solar gebündelt. Sie verzeichnete im Oktober des Geschäftsjahres 2019 mit der Inbetriebnahme eines neuen Solarparks in Moers-Vinn erneut einen großen Wachstumsschritt mit hohem Imagewert für die Marke ENNI. Hier macht ENNI die Energiewende für Menschen erlebbar und produziert inmitten der Stadt Moers jährlich rund 3,7 Millionen kWh Ökostrom für rund 1.100 Haushalte. Damit nicht genug: Über die ENNI Solar sollen in den kommenden fünf Jahren weitere Photovoltaikanlagen auf Gebäuden am Niederrhein und zwei Solarparks auf Freiflächen unter anderem in Xanten folgen.

Fest plant ENNI auch mit weiteren Erträgen aus dem Trianel-Stadtwerkeverbund. Vor allem hierüber erschließt sich das Unternehmen heute den Zugang zu größeren und überregionalen Erzeugungsprojekten. Das für ENNI erste Offshore-Projekt ist dabei mittlerweile in Reichweite. Der Trianel Windpark Borkum II ist im Bau und soll vor Borkum auf hoher See bereits 2020 ans Netz gehen. Die mittlerweile 32 installierten Windkraftanlagen werden dann mit einer Leistung von jeweils rund 6,3 Megawatt jährlich rund 800 Millionen Kilowattstunden Ökostrom produzieren.

Auch der Bereich Handel blieb in der Wachstumsspur und konnte seine Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen. Die Umsatzerlöse steigerten sich hier um 4,1 Prozent auf 14,38 Millionen Euro. Nicht zuletzt macht ENNI auch im Dienstleistungsbereich weiter eine gute Figur. Über zahlreiche kaufmännische und technische Dienstleistungen für Unternehmen wie Telekom, Vodafone, DBX Xanten, die Stadtwerke Dinslaken oder der ENNI-Gruppe erwirtschaftete ENNI 2019 einen Erlös von 4,9 Millionen Euro auf Vorjahrniveau.

Chronik 2019

Januar
Januar
Februar
Februar
März
März
April
April
Mai
Mai
Juni
Juni
Juli
Juli
August
August
September
September
Oktober
Oktober
November
November
Dezember
Dezember

Zahlen, Daten, Fakten

Der geprüfte Lagebericht des Geschäftsjahres 2019.

Die Bilanz des Geschäftsjahres 2019.

Die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2019.

Der Bericht des Aufsichtsrates zum Geschäftsjahr 2019.

technische Kennzahlen

Als Netzbetreiber sorgt ENNI für eine moderne Versorgungs-Infrastruktur.